Europa und mehr auf dem Bundeskongress Politische Bildung

Der 14. Bundeskongress Politische Bildung drehte sich um „Emotionen“. In verschiedenen Veranstaltungen wurde das Thema von unterschiedlichen Seiten betrachtet. Mit dem Zusammenspiel von Europa und Emotionen befasste sich ein Workshop der AKSB.

Der 14. Bundeskongress Politische Bildung trug den Titel: "Was uns bewegt. Emotionen in Politik und Gesellschaft". Bild: AKSB

"Politische Bildung darf sich nicht klein machen!" so Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, bei der Eröffnung des 14. Bundeskongresses Politische Bildung, der in der Zeit vom 6. bis zum 9. März 2019 in Leipzig stattfand.
Nach einem kurzen Grußwort von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier debattierten Barbara Menke (bap e. V.), Thomas Fabian (Bürgermeister von Leipzig), Tonio Oeftering (DVPB e. V.) und Thomas Krüger (bpb) über das Kongress-Thema: "Was uns bewegt. Emotionen in Politik und Gesellschaft". Der erste Tag des Kongresses endete mit einer Keynote zu "Emotions in Politics", von Eva Illouz, die als Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität Jerusalem tätig ist.

Einblicke in Veranstaltungen

Am zweiten Tag starteten die themenbezogenen Workshops. Die AKSB wirkte in mehreren Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen mit:

Der Workshop "Blaming Europe - praising Europe - bored by Europe“ beschäftigte sich mit Emotionen in der europapolitischen Bildung. Dabei präsentierten Florian Sanden vom Europabüro und Kai Stenull, Heinrich-Pesch-Haus, aktuelle fachwissenschaftliche Erkenntnisse für die politische Bildung, gaben Einblicke in die praktische politische Bildungsarbeit und führten mit den Teilnehmenden praktische Übungen zum Thema Emotionen durch.

"Emotionale Voraussetzungen demokratischer Teilhabe in der Migrationsgesellschaft“ – so lautete das Thema des Workshops von Mark Medebach, Evangelische Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung, und David Brixius, AKSB. Gemeinsam stellten sie einschlägige Erkenntnisse aus dem Bundesprojekt "Empowered by Democracy“ vor und ergänzten dies mit Praxisbeispielen, interaktiven Methoden und Videos.

Benedikt Widmaier, Direktor vom Haus am Maiberg und Zweiter Vorsitzender der AKSB, gestaltete den Workshop zum Thema "Emotionale (politische) Momente“. Mit Impulsvortrag, Einzelarbeit und Kleingruppenarbeit regte der Workshop vor allem dazu an, über eigene (politische) Prägungen zu reflektieren und im Rahmen eines gemeinsamen Transfers der Frage nachgehen, was das für Ziele, Aufgaben und Konzepte politischer Bildung bedeutet.

Im Workshop "Politische Bildung und Extremismusprävention“ widmete sich die Gemeinsame Initiative der Träger Politischer Jugendbildung im bap (GEMINI) der Frage, wie politische Bildung und Prävention zusammenwirken können. Im Blickpunkt stand dabei das Bundesprojekt "Respekt Coaches“.

Gemeinsam mit Johanna Zander (DVV) moderierte Karl Weber (AKSB) die Diskussion mit den Islamwissenschaftlern Michael Kiefer, Universität Osnabrück, und Götz Nordbruch von Ufuq.de. Michael Kiefer warf einen kritischen Blick auf eine undifferenzierte Anwendung des Präventionsbegriffs und forderte mehr Kohärenz in der Förderlandschaft, Götz Nordbruch benannte die Chancen der Zusammenarbeit von Regel- und Projektstrukturen.