Bildungsbenachteiligte Jugendliche

Quelle: unsplash.com/Klye Gregory Devaras

Insbesondere vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Herausforderungen, die mit der Digitalisierung der Arbeitswelt verbunden sind, wird es zunehmend wichtiger, die Jugendlichen beim Übergang von der Schule in die Arbeitswelt zu begleiten, sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen und sie zu stärken, ohne sie dabei zu „verzwecken“. Hierzu ist vor allem das ganzheitliche und personale Angebot der politischen Bildung in katholisch-sozialer Trägerschaft von besonderer Bedeutung, da es die Jugendlichen als Menschen innerhalb der Gesellschaft in den Blick nimmt und sie nicht auf potentielle zukünftige „Arbeitskräfte“ der Arbeitsgesellschaft reduziert. Gerade die Zielgruppe der bildungsbenachteiligten oder gering qualifizierten Jugendlichen im Übergang von der Schule in die Arbeitswelt, aber auch junge Geflüchtete, müssen verstärkt in den Blick genommen werden, da sie sich häufig von den gesellschaftlichen Anforderungen allein überfordert fühlen und einer Hilfestellung durch die politische Bildungsarbeit bedürfen, um sie zur gesellschaftlichen Teilhabe zu befähigen und in die Gesellschaft zu integrieren. Diese Zielgruppen werden mit methodisch sehr spezifischen Angeboten erreicht. Neben der reinen Wissensvermittlung ist vor allem der Kompetenzerwerb – und die damit verbundene Persönlichkeitsentwicklung – für die Jugendlichen von besonderer Bedeutung, da er direkte Auswirkungen auf ihren Lebensalltag hat.
Die Arbeit mit Jugendlichen in einer sich ständig wandelnden und unsicheren Arbeitswelt, verbunden mit der Aufforderung, selbstverantwortliche Entscheidungen für ihre persönliche und die gesellschaftliche Zukunft zu treffen, ist eine stetige Aufgabe und wichtige Anforderung für die politische Bildung der AKSB.
Politische Bildung in katholisch-sozialer Trägerschaft lebt von der kritischen Auseinandersetzung mit den Fragen der Gerechtigkeitsdebatte und dem sich daraus resultierenden Anspruch des solidarischen Miteinanders.