Gespaltene Gesellschaft, geeinte Haltung: Podium auf dem 104. Katholikentag
Rückblick auf unserer erfolgreiches Podium „Gespaltene Gesellschaft, geeinte Haltung – Als Christ:innen stabil bleiben in polarisierten Zeiten" auf dem Katholikentag in Würzburg.
Volles Haus, starke Stimmen und ein besonderer Überraschungsgast: Unser Podium „Gespaltene Gesellschaft, geeinte Haltung“ beim Katholikentag in Würzburg war eine der gefragtesten Veranstaltungen des Deutscher Katholikentag 2026.
Das Interesse war so groß, dass zeitweise keine weiteren Besucher mehr in die Kirche St. Johannis eingelassen werden konnten. Über 800 Menschen waren dabei!
Gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft katholischer Akademien in Deutschland und der Katholischen Erwachsenenbildung Deutschland hat die AKSB über Polarisierung, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt diskutiert.
Mit dabei: "First Lady" Elke Büdenbender, Bischof Dr. Michael Gerber, Dr. Marcel Lewandowsky, und Frieda Himstedt – eine besondere Mischung aus Politik, Kirche, Wissenschaft und politischer Bildung, die intensive Perspektiven eröffnet hat.
Unsere Podiumsgäste verorteten nicht nur, wie polarisiert unsere Gesellschaft tatsächlich ist. Vor allem blickten sie darauf, wie wir selbst für eine eigene stabile Haltung und eine stabile Demokratie sorgen können. Spannend dabei die unterschiedlichen Blickwinkel und Expertisen:
Als Politikwissenschaftler brachte Prof. Dr. Marcel Lewandowsky Ergebnisse etwa zur tatsächlichen Spaltung unserer Gesellschaft ein. Demnach sei die Gesellschaft tatsächlich nicht so stark polarisiert, wie es häufig wahrgenommen werde.
Bischof Dr. Michael Gerber verband Blickwinkel und Möglichkeiten der Kirche mit persönlichen Aspekten. Bei der Frage etwa, wie "stabil bleiben" möglich sei, machte er die Bedeutung einer eigenen Identität und eigener Werte deutlich.
Elke Büdenbender (Juristin und Ehefrau von Frank-Walter Steinmeier) arbeitete vor allem Themen der Kommunikation heraus: Geduld im Zuhören, aktives Zuhören, Kompromissfindung. Und ein wichtiger Impuls an uns alle, öfter auch über positive Dinge zu berichten.
Als Referentin für politische Bildung steuerte Frieda Himstedt das Rüstzeug bei, indem sie zum Beispiel erklärte, wie genau aktives Zuhören geübt werden kann und welche Skills die eigene Haltung und den Austausch stärken.
Besonders gefreut hat uns der spontane Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der nicht nur aufmerksam zuhörte, sondern am Ende sogar noch mit auf das Abschlussfoto gekommen ist.
Danke für die großartige Moderation an Katja Sinko und an alle Mitwirkenden, Gäste und das engagierte Publikum für die vielen Impulse, Fragen und Gespräche über demokratische Haltung, Zuhören und Verantwortung in herausfordernden Zeiten.
Erstellt: 21. Mai 2026