Arbeitsmaterialien und Informationen zu Schutzkonzepten

Auf dieser Seite stehen Materialien zur Verfügung, die den Prozess rund um Kinder- und Jugendschutzkonzepte begleiten – von der ersten Erarbeitung bis zur regelmäßigen Aktualisierung bestehender Konzepte.

© Judith Girard-Marczak_unsplash.com

Die Materialien stellen eine Sammlung aus externen Arbeitshilfen mit fachlichem Hintergrund, praxisnahen Beispielen und konkreten Impulsen dar, die in der täglichen Bildungsarbeit zum Schutz von Kindern und Jugendlichen hilfreich sein können.

Wichtig zu wissen: Diese Materialien können eine individuelle Auseinandersetzung vor Ort nicht ersetzen. Jede Einrichtung bringt eigene Rahmenbedingungen mit: unterschiedliche Zielgruppen, Strukturen, Zuständigkeiten und Risikolagen. Ein tragfähiges Schutzkonzept entsteht deshalb immer erst durch die Übersetzung dieser Impulse auf die konkrete Situation vor Ort.


Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen (UBSKM): Schutzkonzepte

Die Seite der Unabhängigen Bundesbeauftragten gegen sexuellen Missbrauch erklärt, was Schutzkonzepte sind und wie Einrichtungen wie Kitas, Schulen, Sportvereine oder Arztpraxen damit Kinder und Jugendliche vor sexueller Gewalt schützen können. Sie beschreibt, wie solche Konzepte entstehen — als partizipativer Prozess unter Beteiligung von Leitung, Personal, Kindern und externen Fachleuten — und geht auf die Bedeutung von Risiko- und Potenzialanalysen ein. 
Kernstück ist eine Übersicht über neun zentrale Bausteine eines Schutzkonzepts: Leitbild, Verhaltenskodex, Fortbildungen, Personalverantwortung, Partizipation, Präventionsangebote, Beschwerdeverfahren, Notfallplan und Kooperation mit Fachleuten.


Prävention von sexualisierter Gewalt – Bund der Deutschen Katholischen Jugend

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) bietet umfassende Informationen zur Prävention sexualisierter Gewalt in der katholischen Jugendverbandsarbeit. Die Seite erklärt zunächst zentrale Begriffe wie Grenzverletzungen, Übergriffe und strafrechtlich relevante Formen sexueller Gewalt und gibt konkrete Verhaltenshinweise, 

Darüber hinaus zeigt die Seite, wie Prävention in den katholischen Jugendverbänden praktisch gelebt wird, etwa durch Interventionspläne, Verhaltenskodizes und durch die Ausbildung von Gruppenleiter*innen, und verlinkt eine Vielzahl von Materialien und Arbeitshilfen der einzelnen Mitglieds- und Diözesanverbände. 
Ergänzt wird das Ganze durch BDKJ-Positionen und Beschlüsse zum Thema seit den 1990er-Jahren sowie Kontaktadressen zu Beratungsstellen wie N.I.N.A., wildwasser.de und zartbitter.de.


Kinder- und Jugendschutz in NRW – Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW e.V.

Die Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW e.V. stellt eine 70-seitige Arbeitshilfe zur Erstellung eines institutionellen Schutzkonzeptes vor. Hintergrund ist die Präventionsordnung der (Erz-)Bistümer in NRW, die katholische Träger zur Erarbeitung eines solchen Konzepts verpflichtet.

Die Arbeitshilfe soll Einrichtungen dabei unterstützen, das Thema nicht nur formal abzuhaken, sondern als echten internen Prozess zu gestalten: Sie bietet Fragen und Denkanstöße, mit denen Mitarbeitende eigene Formulierungen und Strukturen entwickeln können, die zur jeweiligen Einrichtung passen. Im Mittelpunkt steht so die aktive Auseinandersetzung mit Prävention sexualisierter Gewalt als fortlaufendem Prozess statt reiner Pflichterfüllung.


Die Volkshochschule als sicherer Ort für Kinder und Jugendliche (Stand 2026)

Der Leitfaden des Deutschen Volkshochschul-Verbands (DVV) e. V. liefert einen praxisnahen Einstieg in die Erarbeitung von Schutzkonzepten gegen sexualisierte Gewalt. Im Zentrum des Praxisleitfadens steht die bewusste Beschäftigung mit Schutz, Verantwortung und klaren, verbindlichen Absprachen im Einrichtungsalltag. Gleichzeitig verdeutlicht er, dass vorhandene Muster, fertige Textbausteine und der Erfahrungsaustausch zwischen Einrichtungen wertvolle Unterstützung bieten.


Rechte- und Schutzkonzepte – Landesfachstelle Prävention sexualisierte Gewalt NRW

Die Landesfachstelle Prävention sexualisierte Gewalt (PsG.NRW) erklärt auf dieser Seite, was Rechte- und Schutzkonzepte sind und wie Einrichtungen sie Schritt für Schritt aufbauen können. 
Ergänzend bietet die Seite über die Schutzkonzeptberatung eine Suchfunktion, mit der man ausgebildete Schutzkonzeptberater*innen in NRW nach Postleitzahl-Region, Handlungsfeld (z. B. Kita, Schule, Sportverein) und gewünschtem Format (Beratung, Schulung, Begleitung) finden kann.


Schutzkonzepte in der queeren Bildungsarbeit – Queere Bildung e. V.

Queere Bildung e. V. versteht sich als der bundesweite Dachverband für Projekte und Initiativen, die sich der Bildungs- und Antidiskriminierungsarbeit rund um sexuelle, romantische und geschlechtliche Vielfalt widmen. 
Das vom Verband herausgegebene Arbeitsheft unterstützt Projekte dabei, ein eigenes Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt zu entwickeln. 
Zum einen vermittelt es grundlegendes Wissen. Zum anderen hilft es dabei, gemeinsam eine tragfähige Haltung zum Schutz von Kindern, Jugendlichen und weiteren Schutzbefohlenen zu erarbeiten. Darüber hinaus bietet es konkreten Platz, um zentrale Überlegungen, Entscheidungen und Maßnahmen schriftlich festzuhalten. Ergänzende Literatur- und Quellenhinweise laden dazu ein, sich noch intensiver mit dem Thema zu befassen.


Katrin Aschmann

Referentin Förderung politische Jugendbildung

0228 28929-35
aschmann@aksb.de

Eileen Eisenhut

Referentin politische Bildung und Förderung

0228 28929-41
eisenhut@aksb.de