Fachtag mepodi 2026: Meinungsbildung im digitalen Raum
Fundierte Meinungsbildung wird im digitalen Raum zwischen KI-Content und Fake News immer schwieriger. Vor allem Jugendliche benötigen Unterstützung. Wie politische Bildung und Medienbildung das leisten können, zeigen wir auf unserem Fachtag.
Fachtag in der Reihe "Medienbildung: politisch und digital" am 29. September 2026
Wie entstehen Meinungen im digitalen Raum – und wie bleiben wir dabei im konstruktiven Gespräch? Noch nie war es so einfach, sich öffentlich zu äußern; zugleich ist es zunehmend herausfordernd, Informationen einzuordnen, ihre Glaubwürdigkeit zu prüfen und eine fundierte Position zu entwickeln. In der Demokratie ist die Mehrheitsfindung ein zentrales Prinzip – und doch wird es im digitalen Raum schwieriger, eine tragfähige Mehrheit zu bilden, da gezielt Einfluss auf Meinungen genommen wird. Social Media, Algorithmen und Inhaltsflut haben die Bedingungen der öffentlichen Meinungsbildung längst verschoben. Damit rücken Fragen nach Verantwortung, Mehrheitsfindung und einem respektvollen, demokratischen Miteinander in den Mittelpunkt.
Politische Bildung und Medienbildung tragen hier eine besondere Verantwortung, Orientierung zu geben und demokratische Urteilskraft zu stärken.
Unser Fachtag bietet Impulse, um die Mechanismen digitaler Meinungsbildung besser zu verstehen:
- Wie entstehen Meinungen?
- Was beeinflusst die Meinungsbildung?
- Was bedeutet Verantwortung im digitalen Raum?
Mit interaktiven Formaten aus Wissenschaft, Medien- und Bildungsarbeit bietet der Fachtag Orientierung in einer komplexen Medienwelt. Er schafft Raum für Dialog, Vernetzung und eine wertebasierte politische Medienbildung.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „mepodi – Medienbildung politisch und digital“, einer Kooperation der Medienanstalt Hessen, der Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland (AKSB) und der Katholischen Akademie des Bistums Fulda.
Der Fachtag wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des BMBFSFJ.
Zuletzt aktualisiert: 5. März 2026
Mareike Bier, Vertreterin Hessische Landeszentrale für politische Bildung
Pia Grundmann ist bei AlgorithmWatch als Managerin Education and Democracy verantwortlich für Bildungsformate und stellt sich die Frage, wie wir digitale Entwicklungen mit unseren demokratischen Werten zusammen denken können. An der Schnittstelle von Demokratie- und Medienbildung hat Pia vorher auch bei der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, der Deutschen Welle und GIZ gearbeitet und hat einen Hintergrund in Medien- und Kulturwissenschaften.
Luca Dobrita, Stellv. Landesschülersprecher Hessen
Meike Kohlhoff hat einen Master in Medienwissenschaft und arbeitet seit 2018 bei katholisch.de. Unter ihrer strategischen Leitung wuchs der katholisch.de-Instagram-Kanal zu einem der reichweitenstärksten christlichen Instagram-Kanäle im deutschsprachigen Raum heran. Heute ist sie Leiterin des Social-Media-Teams. katholisch.de ist eine Marke der PubliKath GmbH, zu der auch die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) und das Portal filmdienst.de gehören.
Nina Pater Nina Pater ist Managerin für medienübergreifenden Journalismus in der Programmdirektion des Hessischen Rundfunks und treibende Kraft hinter innovativen Dialog-Initiativen. Mit den Projekten „Was bewegt euch, Hessen?“ (2024) und der ARD-Initiative „Was Deutschland verbindet“ (2026) zeigte sie, dass respektvoller Austausch auch in polarisierten Zeiten gelingt. Seit 2023 verantwortet sie strategische Projekte in der hr-Programmdirektion und gestaltet die journalistische Ausrichtung des Senders mit. Zuvor leitete sie die Redaktionen „hessenschau“, „maintower“ sowie die „hessenschau“ auf YouTube und entwickelte diese zu einer modernen, multimedialen Redaktion.
PD Dr. Jan-Hinrik Schmidt ist Senior Researcher für digitale interaktive Medien und politische Kommunikation am Leibniz-Institut für Medienforschung| Hans-Bredow-Institut in Hamburg. Seit Herbst 2021 leitet er dort auch die Hamburger Aktivitäten im 2020 gegründeten „Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ (FGZ). Er forscht und publiziert zu den Veränderungen, die soziale Medien wie Facebook, Twitter/X oder YouTube für unser Informationsverhalten, politische Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt bringen. Aktuelle Informationen sind auch in seinem Weblog unter www.schmidtmitdete.de zu finden.
Als Journalist beobachtet Martin F. Seng die Schnittstellen von Medien und Politik, ihre kulturellen Ursprünge als auch ihre modernen Probleme. Dazu spricht er als Bildungsreferent regelmäßig über Propaganda, Fake News und darüber, welche Rolle Social Media dabei spielt.
Nadine Tepe, Medienbildungszentrum Süd