Die „Vierte Gewalt“ im Fokus der politischen Bildung
Die AKSB-Jahrestagung findet vom 16. bis zum 17. November 2026 zum Thema "Die Vierte Gewalt im Fokus der politischen Bildung: Wie Medien um die Aufmerksamkeit und das Vertrauen von jungen Menschen kämpfen" in der Akademie des Bistums Mainz statt.
Die Medien gelten als „Vierte Gewalt“ im demokratischen Staat: Sie informieren, ordnen ein, kontrollieren Macht und prägen gesellschaftliche und politische Debatten. Doch in einer von Algorithmen gesteuerten digitalen Öffentlichkeit in den sozialen Netzwerken verändert sich ihre Rolle grundlegend – insbesondere aus Sicht junger Menschen: Desinformation und Fake News lassen das Vertrauen in diese Medien sinken.
Unsere Jahrestagung 2026 widmet sich deshalb der Frage, wie Medien heute um Aufmerksamkeit, Glaubwürdigkeit und Vertrauen kämpfen und welche Bedeutung dies für Demokratie, politische Bildung und kirchliche Jugendarbeit hat. Gemeinsam mit Wissenschaftler*innen, Journalist*innen, Medienmacher*innen und Akteur*innen der politischen Jugendbildung diskutieren wir, welche Kräfte die öffentliche Meinungsbildung beeinflussen, wie junge Menschen Nachrichten wahrnehmen und welche Verantwortung Medien, Politik, Kirche und Bildungsarbeit in digitalen Räumen tragen.
Welche Strategien verfolgen Medien, Parteien und Institutionen, um öffentliche Aufmerksamkeit zu erreichen? Wer hat die Deutungshoheit im Netz? Wie können Desinformation und Fake News erkannt und eingeordnet werden? Und welchen Beitrag können politische Bildung und Medienbildung leisten, um Nachrichtenkompetenz, kritisches Denken und demokratische Urteilsfähigkeit bei jungen Menschen zu fördern?
Impulse aus Wissenschaft und Journalismus eröffnen am ersten Tag der Jahrestagung die Diskussion: Prof. Dr. Nayla Fawzi vom Institut für Publizistik der Universität Mainz wirft einen aktuellen wissenschaftlichen Blick auf die demokratische Rolle der Medien in der digitalen Öffentlichkeit. Der Leiter der Online-Nachrichten-Redaktion des ZDF, Frederic Huwendiek, stellt sich in seinem Beitrag der Frage, wie (alte) Medien junge Menschen in ihren Lebenswelten erreichen können. In praxisorientierten Workshops werden anschließend unterschiedliche Perspektiven und Ansätze vertieft – von der politischen Kommunikation in sozialen Medien über die Rolle des Journalismus bis hin zu konkreten Methoden der Medienbildung mit jungen Menschen.
Ein öffentlicher Akademieabend widmet sich unter dem Titel „Vertrauen – Verantwortung – Vereinnahmung? Zur Rolle von Kirche, Staat und Medien im digitalen Zeitalter“ den Spannungsfeldern zwischen Information, gesellschaftlicher Verantwortung und öffentlicher Meinungsbildung. Am zweiten Tag bieten Exkursionen Einblicke in die Arbeit von Journalist*innen, die Entwicklung von Nachrichtenformaten für junge Zielgruppen und die Kommunikation politischer Institutionen. Der direkte Austausch mit Akteurinnen aus Medien, Politik und Bildung eröffnet dabei neue Perspektiven auf die Frage, wie demokratische Öffentlichkeit gestaltet und Vertrauen nachhaltig gestärkt werden kann. Die Tagung richtet sich an Fachkräfte der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung, Vertreter*innen aus Medien, Wissenschaft, Kirche und Politik sowie an alle, die sich mit der Zukunft demokratischer Öffentlichkeit und den Herausforderungen digitaler Kommunikation auseinandersetzen.
Wir laden Sie herzlich ein, mitzudiskutieren, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam neue Impulse für eine zeitgemäße politische Bildung zu entwickeln. Lassen Sie uns darüber ins Gespräch kommen, wie junge Menschen befähigt werden können, Informationen kritisch zu hinterfragen, sich eine eigene Meinung zu bilden und sich selbstbestimmt an demokratischen Debatten zu beteiligen.
Gunter Geiger, AKSB-Vorsitzender
PD Dr. Marita Liebermann, Co-Direktorin Akademie des Bistums Mainz
Die Tagung beginnt am 16.11.2026 um 13.00 Uhr, bereits ab 12:00 Uhr wird ein Mittagsimbiss angeboten. Die Tagung endet am 17.11.2026 um 13:00 Uhr mit dem Mittagessen.
Der ausführliche Programmablauf wird in den kommenden Tagen online gestellt.
Veranstaltungsort:
Akademie des Bistums Mainz
Erbacher Hof – Bildungs- und Tagungshaus des Bistums Mainz
Grebenstraße 24-26
55116 Mainz
Anreise & Parken | Tagungszentrum Erbacher Hof
Anmeldung:
Bitte bis spätestens 09.11.2026 über folgenden Link: Anmeldung AKSB-Jahrestagung 2026
- Bitte teilen Sie uns bei der Anmeldung mit, ob Sie ein Zimmer vom 16.-17.11.2026 benötigen.
- Die Anreise zur Veranstaltung erfolgt grundsätzlich am selben Tag. Eine Voranreise mit zusätzlicher Übernachtung kann genehmigt werden, wenn eine Anreise am Veranstaltungstag aufgrund der Verkehrsanbindung nicht zumutbar ist. Dies ist insbesondere der Fall, wenn die Abfahrt am Heimatort vor 6:00 Uhr erfolgen müsste (Beleg Bahnticket oder Screenshot Google Maps kürzeste Strecke). Über begründete Ausnahmen entscheidet die AKSB-Geschäftsstelle im Einzelfall. Eine Voranreise am 15.11.2026 ist vorab per E-Mail abzustimmen.
- Sollten Sie Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Lebensmitteln haben, geben Sie diese bitte ebenfalls an.
- Wir möchten Sie bitten, Ihre Abreise am 17.11.2026 erst ab 13:00 Uhr nach dem Mittagessen zu planen. Sollte Ihnen dies nicht möglich sein, geben Sie bitte Bescheid, damit wir Kosten vermeiden können.
- Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an Nicole Scheiper-Brünker
(scheiper-bruenker@aksb.de).
Tagungsbeitrag:
Für AKSB-Mitglieder 87,- Euro, für Nichtmitglieder 99,- Euro.
Darin enthalten sind alle Leistungen aus dem Programm, Übernachtung im Einzelzimmer, Vollverpflegung sowie sonstige Tagungskosten. Eine Erstattung nicht in Anspruch genommener Leistungen ist nicht möglich. Preise für Tagesgäste, Studierende etc. auf Anfrage. Bei allen Tagungsbeiträgen ist zu einem Drittel ein Institutionsbeitrag enthalten.
Fahrtkostenerstattung:
- Die Fahrtkosten auf der Basis 2. Klasse Deutsche Bahn, inkl. Zubringerfahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, werden nach den Regeln des Bundesreisekostengesetzes erstattet.
- Bei vollständiger Teilnahme an der Veranstaltung können notwendige Fahrtkosten anteilig
(d. h. mit 50 % der tatsächlich entstandenen Kosten) erstattet werden. - Das Deutschlandticket kann erstattet werden, wenn ein Nachweis eingereicht wird, dass die Fahrt mit einem regulären Ticket teurer ist (Screenshot Vergleich DB-Ticket für die gleiche Strecke).
- Bei Nutzung anderer Verkehrsmittel finden diese Regelungen analoge Anwendung.
- Der Antrag auf Erstattung ist zusammen mit der Bahnfahrkarte im Original spätestens bis vier Wochen nach Veranstaltungsende bei der AKSB-Geschäftsstelle entweder per Post oder per E-Mail an Nadine Krumscheid (krumscheid@aksb.de) einzureichen. Wenn es sich um ein Online-Ticket handelt, bestätigen Sie bitte, dass Sie damit gefahren sind.
Rücktritt:
Bei Rücktritt von der Anmeldung zur Jahrestagung müssen wir Ihnen die entstandenen Buchungskosten in Rechnung stellen. Ersatz durch eine andere Person befreit von den Stornogebühren.