Partizipation und Engagement in einer digitalisierten Gesellschaft

Unser Programm zur Jahrestagung am 27. und 28. November 2023 steht. Hier gibt es alle Informationen und den Anmeldelink.

Partizipation im Feld der politischen Bildung ist mehr als nur eine Worthülse. Als Grundstock einer demokratischen Gesellschaft ist sie ein essenzieller Bestandteil im politischen Bildungssektor. Als Basis einer demokratischen Gesellschaft mit legitimierten politischen Prozessen wird Partizipation und Engagement auf verschiedene Weise angeregt – sei es im Kontext schulischer Partizipation, Wahlbeteiligung oder in Beteiligungsverfahren wie Bürgerforen.

Hier stehen jedoch die rückläufige Bereitschaft zum klassischen partizipativen Engagement der Bürger*innen und die wachsende Nachfrage nach Möglichkeiten zur Partizipation konträr zueinander. Angetrieben durch den Digitalisierungsschub hat sich das Spielfeld der politischen Partizipation und Engagement geändert und birgt neue Herausforderungen. Anstatt eines Gangs zum lokalen Bürgerforum ist nun viel mehr der Griff zum Smartphone und die Teilnahme an digitalen politischen Diskussionen in Social-Media-Kanälen Modus Operandi.

In Konsequenz werden Multiplikator*innen in der politischen Bildung herausgefordert, neue und kreative Arten von Partizipationsmöglichkeiten zu entwickeln und somit das Interesse der Bürger*innen zur partizipativen Teilnahme an politischen Diskursen und Prozessen zu wecken. Hierbei gilt es stärker als je zuvor über den Tellerrand zu schauen und Partizipation und Engagement nicht mehr in rein klassisch analogen Strukturen zu betrachten.

Diese neue Entwicklung nimmt die AKSB in Kooperation mit dem Ludwig-Windhorst-Haus zum Anlass, mit Kolleg*innen und Vertreter*innen der politischen Bildung in der Jahrestagung 2023 am 27. und 28. November neue Möglichkeiten und Herausforderungen der Partizipation unter die Lupe zu nehmen.

Die als Barcamp geplante Tagung soll dazu selbst partizipativ den Raum bieten, gemeinsam in den Fachdiskurs zu Partizipation und Engagement in der heutigen digitalisierten Gesellschaft zu treten und der Frage nachzugehen, wie der Beitrag der politischen Bildung zu erfolgreicher Beteiligung in der Demokratie zukünftig aussehen sollte. Alle sind eingeladen, ihre Fragestellungen und Vorschläge für eine Barcamp-Session bereits im Vorfeld der Tagung einzubringen. Expert*innen der politischen Bildung werden wissenschaftliche Expertisen zum Thema beisteuern und den Beratungsprozess kommentieren.

Herzlich laden wir Sie zu diesem Diskurs nach Lingen ein!

Gunter Geiger (AKSB)
Marcel Speker (Ludwig-Windthorst-Haus)

Montag, 27. November 2023

Bis 13:00 Uhr    Anreise

Ab 13:30 Uhr    Kaffee und Kuchen   

14:00 Uhr    Beginn der Jahrestagung
Begrüßung durch Gunter Geiger und Marcel Speker   

14:15 Uhr    Einführung in die Jahrestagung
Veronika Schniederalbers/Michael Westermann   

14:30 Uhr    Wissenschaftlicher Impuls mit Diskussion: Wieviel Partizipation braucht Demokratie?
JProf. Dr. Steve Kenner (angefragt)

15:15 Uhr    Kaffeepause       

15:30 Uhr    Einführung in das Barcamp, Auswahl der Sessions

16:00 Uhr    1. Sessionrunde

16:50 Uhr    Wechsel der Sessions   

17:00 Uhr    2. Sessionrunde

18:00 Uhr    Kurzes Resümee des ersten Tages, Ausblick auf den zweiten Tag

18:15 Uhr    Abendessen   

19:30 Uhr    Markt der Möglichkeiten im Saal

 

Dienstag, 28. November 2023

7:30 Uhr    Morgenimpuls
Veronika Schniederalbers   

8:00 Uhr    Frühstück   

9:00 Uhr    Fortsetzung der Jahrestagung im Plenum, Auswertung Markt der Möglichkeiten, Vorstellung der 3. Runde der Sessions

9:15 Uhr    3. Sessionrunde

10:15 Uhr    Präsentation der Ergebnisse aus den Sessions
Moderation: N.N.

11:00 Uhr    Pause

11:30 Uhr    Fishbowl: Wissenschaftlicher Input mit Blick auf die Ergebnisse der Sessions: Erfolgreiche Beteiligung in der Demokratie – Wie sollte der Beitrag der politischen Bildung in Zukunft aussehen?    
Moderation: N.N.

12:30 Uhr    Resümee und Verabschiedung   

13:00 Uhr    Mittagessen   

14:00 Uhr    Ende der Jahrestagung

 

Ein Barcamp ist eine offene, partizipative und informelle Methode, in der Teilnehmer*innen ihr Wissen und ihre Erfahrungen oder auch ihre Projekte und Learnings teilen und gemeinsam in unterschiedlichen Sessions diskutieren können. Dabei stellen die Teilnehmer*innen zu Beginn des Barcamps ihre Ideen für eine Session vor. Sobald mindestens eine Kleingruppe Interesse am Thema hat, findet die Session statt. So entsteht vor Ort ein buntes Programm durch die Mitwirkung aller Sessiongeber*innen.

Zur Organisation des Barcamps nutzen wir die Onlineplattform Camper. Dieses Online-Tool wird angeboten vom Deutschen Bundesjugendring und wurde zur Unterstützung von selbstorganisierten Jugendveranstaltungen entwickelt. Es ist kostenfrei zu nutzen und entspricht der europäischen Datenschutzverordnung. Für die Registrierung ist lediglich eine E-Mailadresse notwendig. Während der Veranstaltung können dann alle Informationen und Abstimmungen online über Camper vorgenommen werden.

Sie haben Ideen, Best-Practice Beispiele, besondere Herausforderungen und Fragestellungen für einen thematischen Austausch in Bezug auf Partizipation und Engagement in einer digitalisierten Gesellschaft? Bringen Sie Ihren Themenbeitrag gerne aktiv in das Barcamp ein!
Und so geht es: Themenvorschläge für das Barcamp können bereits im Vorfeld der Jahrestagung über die Online-Plattform Camper eingereicht werden. Nach der Anmeldung auf Camper müssen Sie dazu auf den Reiter „Sessionvorschläge“ gehen. Dort finden Sie die bisher eingereichten Vorschlägen und darunter die Schaltfläche „+ Neuer Sessionvorschlag“. Nach einem Klick öffnet sich dort dann eine Fläche mit den Feldern Titel und Beschreibung. Nach dem Ausfüllen der Felder wird der Vorschlag über den Button „Vorschlag hinzufügen“ in die Liste der Sessionvorschläge aufgenommen.
In dieser Liste können auch die bisher eigereichten Angebote gelikt werden, wenn an dem Thema Interesse besteht. Dazu gibt es jeweils rechts neben dem Vorschlag eine Schaltfläche mit dem bekannten Daumen nach oben.

Dr. Volker Best

PD Dr. Volker Best vertritt derzeit die Professur für Regierungslehre und Policyforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Von 2020 bis 2022 vertrat er die Professur für Politische Systeme an der RWTH Aachen. Dazwischen fungierte er als Co-Redaktionsleiter der Zeitschrift INDES an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, wo er promovierte und sich habilitierte. Seine Forschungsschwerpunkte sind Parteien, Koalitionen, Wahlkampf, Wahlsysteme und Demokratiereform.


Letzte Aktualisierung: 15. November 2023

Markus Schuck

Referent politische Bildung und Koordination der Bundesweiten Zusammenarbeit

0228 28929-47
schuck@aksb.de