Einblicke in unsere Arbeit

Hier finden sie Kurzberichte über unsere Arbeit im Schwerpunkt 2. Seien es Seminare, Vorträge oder Workshops: Die Mitglieder des Schwerpunkts arbeiten beständig daran, spannende Angebote der politischen Bildung für Jugendliche durchzuführen.

Online-Fachtag für SV-Bildungsreferent*innen

Über den Tellerrand geschaut - wie gelingt Demokratie an Schulen als Schwerpunkt für außerschulische politische Jugendbildung

Am 25.05.2023 veranstaltete der Schwerpunkt 2 (Jugendbeteiligung, Demokratie, Menschenrechte) der AKSB einen Online-Fachtag für politische Bildner*innen, die Seminare für Schüler*innenvertretungen organisieren und leiten. Übergeordnetes Thema des Fachtages war die Frage, wie Demokratie an Schulen gelingen kann. Insbesondere stand dabei im Fokus, wie die außerschulische politische Jugendbildung demokratisches Denken & Handeln sowie demokratische Prozesse an Schulen unterstützen kann. Dabei sollte ein Blick „über den Tellerrand“ gewagt werden, um außergewöhnliche Konzepte und Methoden kennen zu lernen.

Den Beginn des Fachtages gestalteten Julian Damm von der Landesschüler*innenvertretung Hessen sowie Marina Weisband vom Projekt AULA mit Kurzvorträgen. Julian Damm erörterte die Strukturen der Schüler*innenvertretungsarbeit und stellte ihre verschiedenen Ebenen dar. In der Diskussion seines Vortrages wurde vor allem der Einfluss von Verbindungslehrer*innen sowie die große Bedeutung von Vernetzung für eine gelingende SV-Arbeit thematisiert. Marina Weisband stellte die Arbeit von AULA vor, die darin besteht, Demokratieprozesse an Schulen mithilfe einer eigens entwickelten Online-Plattform zu unterstützen und zu moderieren. AULA ermöglicht es Schüler*innen, eigene Projekte vorzustellen, über sie abzustimmen und sie zu realisieren. Damit begleitet AULA Partizipation im Schulalltag und fördert Selbstwirksamkeitserfahrungen der Schüler*innen.

Anschließend stellten die Teilnehmenden ihre eigene Arbeit vor und tauschten sich über ihre Erfahrungen in der Arbeit mit Schüler*innenvertretungen aus. Dabei wurden IST- und SOLL-Zustände der Demokratiepraxis an Schulen besprochen und gelingende Methoden der Seminargestaltung präsentiert. Die aktuellen Zustände demokratischer Strukturen an Schulen bewerteten die Teilnehmenden als sehr unterschiedlich und stark abhängig von der Schulkultur sowie dem Lehrkollegium. Die Teilnehmenden wünschten sich für gelingende Demokratie an den Schulen eine Schulkultur, die Partizipation unterstützt und ernst nimmt sowie Lehrer*innen, die es verstehen, ein empowerndes Umfeld zu kreieren.

Zum Abschluss des SV-Fachtages diskutierten die Teilnehmenden in Workshops zu den Themen „Methoden“, „Formate“ sowie „Akquise und Weiterbildung“. Im Workshop zu den Methoden wurde verstärkt über BEZAFTA gesprochen und eruiert, inwiefern sich ähnliche Demokratietrainings in SV-Seminaren einsetzen lassen. Beim Workshop zu Formaten besprachen die Teilnehmenden, inwiefern Angebote, die eine SV über das ganze Schuljahr begleiten, umsetzbar wären. Außerdem wurde angemerkt, wie wichtig eine Erwartungsklärung zu Beginn und eine Evaluation zum Ende des Seminares sind, um Angebote beständig weiterzuentwickeln und zu verbessern. Bezüglich der Akquise und Weiterbildung wurde auf die hohe Beständigkeit langer Kooperationen mit Schulen und gleichzeitig auf die Schwierigkeiten bei der Gewinnung neuer Schulen verwiesen. Hier könnten die Respect-Coaches an Schulen gute neue Anknüpfungspunkte sein. Für die Weiterbildung wurde eine breite Vernetzung als zentral erachtet sowie die Erarbeitung neuer, eigener Publikationen (Methodenreader o.ä.) vorgeschlagen.

Die Evaluation des SV-Fachtages zeigte, dass der kollegiale Austausch und die Vernetzung von den Teilnehmenden als besonders hilfreich und fortsetzungswürdig erachtet wurden. Das Kennenlernen neuer Methoden und Projekte wie z.B. AULA wurde ebenfalls positiv und als inspirierend für die eigene Arbeit hervorgehoben.

Die Mitglieder des SP2 der AKSB freuen sich über diesen gelungenen ersten SV-Fachtag. Das Feedback der Teilnehmenden sowie der anregende Ablauf und Austausch bekräftigt das Vorhaben, in Zukunft weitere Fachtage, auch in Präsenz, zu organisieren.

 

Über den Tellerrand geschaut - wie gelingt Demokratie an Schulen als Schwerpunkt für außerschulische politische Bildung? (25.05.2023)

Ein Fachtag für SV-Bildungsreferent*innen

Herzliche Einladung zu diesem Fachtag an alle, die mit Schüler*innnenvertretungen arbeiten und Seminare durchführen.
Mit Marina Weisband von AULA und einer Landesschüler*innenvertretung haben wir spannende Referent*innen gewinnen können, die auch für Diskussionsrunden zur Verfügungen stehen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht der Austausch der Teilnehmer*innen untereinander über die eigene Arbeit, Formate und Methoden.

Jetzt hier anmelden:

https://t1p.de/41fer

 

SV-Seminar für katholische Schulen in Hessen (08.-09.12.2022)

Elf Jahre nach dem letzten Seminar fand im Dezember erstmalig wieder ein SV-Vernetzungsseminar für Schüler*innen aus katholischen weiterführenden Schulen in Hessen statt. Das Seminar wurde vom Franziskanischen Bildungswerk e. V. organisiert und durchgeführt. Die Hälfte der 18 eingeladenen Schulen meldeten Schüler*innenvertretungen an, sodass 19 engagierte Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren zwei Tage in der Jugendherberge Fulda miteinander verbringen konnten.

Die Vernetzung der Jugendlichen ist unglaublich wichtig, denn oft haben sie sehr ähnliche Probleme und Themen an ihren Schulen. Dies konnte schon in der ersten Einheit festgestellt werden, als die Teilnehmenden für ihre jeweiligen Schulen mitteilen sollten, welche Themen an der Schule gerade aktuell sind, wo ihre SV noch besser werden kann und was ihre drei besten Aktionen sind. In vielen Schulen gibt es Valentinstags- und Nikolaus-Aktionen, finden Unterstufenpartys oder der Verkauf von z. B. heißem O-Saft im Winter statt. Außerdem kennen leider alle das Vandalismus-Problem in den Schultoiletten, den Kampf mit digitalen Endgeräten im Unterricht, mangelhafte technische Ausstattung, fehlende Oberstufen-Aufenthaltsräume oder das Problem, dass immer die gleichen Schüler*innen helfen. In Expert*innengruppen hatten die Jugendlichen dann Zeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich Tipps und Ideen von den Anderen zu holen.
In Workshops, die vom Team des Franziskanischen Bildungswerks angeleitet wurden, konnten die Teilnehmenden am zweiten Tag mithilfe von LEGO üben, wie ein Gespräch mit der Schulleitung aussehen kann, was man tun kann, wenn man als SV Öffentlichkeitsarbeit betreibt und damit gegen Vorurteile gegen katholische Schulen vorgeht oder wie Projektplanung gelingen kann.

Seminare dieser Art sind unendlich wertvoll für die Zielgruppe. Daher ist das nächste Seminar im kommenden Jahr auch schon geplant.

 

Putins Krieg in Europa (14.03.2022)

Vortrag und Gesprächsrunde zum russischen Angriffskrieg im Jugendkloster Ahmsen

Interessant, lehrreich und aufklärend - mit diesen und weiteren Attributen wurde der Gesprächsabend über den Krieg in der Ukraine im Jugendkloster Ahmsen von den Gästen versehen. Wir danken dem Jugendoffizier Jan-Hendrik Wernsing für die Einblicke in den aktuellen Konflikt, viele wissenswerte Hintergründe rund um sicherheitspolitische Fragestellungen und seine Bereitschaft, sich den nicht nur unkritischen Fragen des analogen und digitalen Publikums zu stellen!

Aktionstage "Richtungswechsel" (19.-20.02.2022)

Jugendgruppen engagieren sich zum Thema Nachhaltigkeit

Im Rahmen der Aktionstage „Richtungswechsel“, initiiert vom BDKJ Osnabrück, sind alle Jugendgruppen, -verbände und -organisationen des Bistums Osnabrück dazu aufgerufen worden, am 19. und 20. Februar eine spannende Aktion zur Schöpfungsverantwortung und Nachhaltigkeit zu veranstalten. Auch der „Marstall Clemenswerth & Jugendkloster Ahmsen e.V.“ beteiligte sich an der Aktion und schuf ein Angebot für Passant/-innen, die ihren Spaziergang auf dem Gelände des Schlosses Clemenswerth machten. Vor dem Marstall Clemenswerth konnten sie in einer Art „Ausstellung“ Statements zum Thema „Nachhaltigkeit“ von Teamer/-innen und Mitarbeiter/-innen des Hauses bestaunen.

Zusätzlich waren am Samstag und Sonntag engagierte Teamer/-innen vor Ort, um mit interessierten Personen ins Gespräch zu kommen und ihnen die Möglichkeit zu bieten, ihren eigenen ökologischen Fußabdruck herauszufinden. Diese Methode wird auch in der Bildungsarbeit des Marstall Clemenswerth & Jugendkloster Ahmsen mit Schulklassen und anderen Zielgruppen genutzt. Sie verdeutlicht die eigene ökologische Bilanz und zeigt zugleich die persönlichen Handlungsmöglichkeiten.

Nun konnten sich neben den Seminarteilnehmenden auch Spaziergänger/-innen als spannende Ergänzung zum Ausflug mit ihrem eigenen Lebensstil auseinandersetzen und hinsichtlich des Nachhaltigkeitsgedankens reflektieren. Von der Ernährung, dem Konsum und der Mobilität bis zum Energiehaushalt konnten viele verschiedene Lebensbereiche beleuchtet werden.
Die Teamenden und Mitarbeitenden freuten sich, dass trotz des regnerischen Wetters besonders am Samstag einige Passant/-innen ihr Interesse bekundeten und einzelne sogar extra für die Aktion zum Marstall Clemenswerth kamen. „Wir wollen uns auch vom unangenehmen Wetter nicht davon abhalten lassen, uns für eine gerechte und nachhaltige Welt einzusetzen. Unserer Meinung nach ist es entscheidend, den nachhaltigen Gedanken nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch und sozial zu sehen. Hier gibt es viel zu tun! Es ist das entscheidende Thema unserer Zeit und hat durch die Corona-Pandemie an Aufmerksamkeit eingebüßt.“, so Jana Rolfes, Bildungsreferentin.
Ziel der Aktionen war es, auf das Thema „Nachhaltigkeit“ und „Schöpfungsverantwortung“ aufmerksam zu machen, Reflexionsmöglichkeiten über den eigenen Lebensstil anzubieten, Anregungen für einen nachhaltigeren Alltag zu erhalten und sich grundlegend für eine faire und nachhaltige Welt einzusetzen.