Mehrwert Verantwortung - Politische Erwachsenenbildung in neuen Formaten

In der Bildungsarbeit für Erwachsene innerhalb der AKSB überwiegen derzeit Angebote für die sogenannte Mitte der Gesellschaft. Allerdings weisen Untersuchungen und Berichte darauf hin, dass diese Mitte zunehmend für den politischen Extremismus mobilisiert werden kann.
An diesem Punkt will das Projekt Mehrwert Verantwortung – Politische Erwachsenenbildung in neuen Formaten ansetzen: Durch die Stärkung der politischen Bildungsarbeit mit Erwachsenen möchte es normbildende Selbstwirksamkeitserfahrungen ermöglichen und mit neuen Formaten Zugänge zur Mitte gewinnen.

Dazu ist eine Modernisierung der Trägerstruktur der AKSB geplant. Das Projekt hat eine Laufzeit von Ende 2019 bis Juni 2022 und wird von der Bundeszentrale für politische Bildung finanziert.

Zunächst werden Ende 2019 alle Angebote der Erwachsenenbildung der AKSB gesichtet und ausgewertet.
Auf der Basis dieser Daten werden Anfang 2020 drei Modellregionen ausgewählt. Unter Mitwirkung der Bildungsstätten in den Regionen können diese neue Formate der politischen Bildung außerhalb der Regelförderung testen. Diese Formate werden evaluiert und sollen nach Ende des Projekts bestenfalls in die Regelförderung übernommen werden.

Neben dem Testen von neuen Formaten zielt das Projekt auf eine systematische Personalentwicklung durch Stärkung der Berufseinführung und Weiterbildung in der politischen Erwachsenenbildung ab. Um eine zielgerichtete Erwachsenenbildung zu modernisieren und zu stärken, soll ein Einführungs- und Weiterbildungskonzept für die Anbieter der politischen Erwachsenenbildung innerhalb der AKSB erarbeitet und erprobt werden.

Darüber hinaus strebt das Projekt an, Evaluierungs- und Zertifizierungsinstrumente aufeinander abzustimmen.
Zwar sind die meisten Einrichtungen derzeit mit diversen Gütesiegeln zertifiziert, doch gibt es im gesamten Feld der politischen Erwachsenenbildung derzeit keinen Überblick, inwieweit relevante Inhalte bereits darin integriert sind. Daher werden zunächst die trägerspezifischen Zertifizierungen aller Träger der AKSB erhoben und auf deren Relevanz für Elemente der politischen Erwachsenenbildung geprüft. Anschließend wird die Qualitätssicherung im Evaluierungskonzept der AKSB darauf ausgerichtet, Selbstlernaspekte bei den Trägern zu fördern und so die Selbstlernerfahrungen institutionell auf Dauer abzusichern.

Mit interaktiven Tools sollen Lernsettings über die Förderphase hinaus geschaffen werden. Abschließend sollen die Ergebnisse des Modellprojekts in einer einschlägigen Reihe veröffentlicht werden, um so die Ergebnisse einem breiteren Fachpublikum zugänglich zu machen.